Betrachtungen

Das Apostelamt
in der Neuapostolischen Kirche

Einleitung

Sind die Apostel der NAK Apostel Jesu Christi, wie sie von sich selbst behaupten? Auf dieser Seite wollen wir dieser Frage nachgehen und bieten gleichzeitig Informationen zum Thema Apostelamt an, die im Hinblick auf die neuapostolischen Apostel von besonderer Bedeutung sind.

Apostel - Zeugen der Auferstehung!

Jesus spricht: "Ihr sollt nun meine Zeugen sein bis an das Ende der Erde!" Sind die Apostel der Neuapostolischen Kirche Zeugen Jesu Christi?

Wer schon einmal einer Gerichtsverhandlung beigewohnt hat, dem wird es nicht entgangen sein, wenn der vorsitzende Richter einen oder mehrere Zeugen in den Gerichtssaal hereinruft, die ganz entscheidend den Ausgang der Verhandlung beeinflussen können. Nachdem er den hereingerufenen Zeugen darauf hingewiesen hat, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu sagen, und unwahre Behauptungen eine Strafe nach sich ziehen werden, stellt er ihm die Frage: Zeuge XY, was haben sie gesehen, was können sie berichten?

Zeuge kann also nur der sein, der etwas gesehen hat. Berichten kann nur der, der Augenzeuge eines bestimmten Geschehens ist. Wer nichts gesehen hat, kann auch nichts berichten, kann also auch kein Zeuge sein.

Stellen wir uns folgende Situation vor: Der Richter stellt die Frage an den gerade hereingerufenen Zeugen: Herr Zeuge, was haben sie zu dem Hergang des Geschehens zu berichten, was haben sie gesehen? Und der Zeuge würde antworten: Nichts! Nichts habe ich gesehen! Welch eine komische, ja geradezu groteske Situation wäre das. Der Richter würde fragen: Ja, wer hat denn diese Person als Zeuge geladen? Und sicher würde er den sogenannten Zeugen fragen, wie er dazu käme, sich als Zeuge zu bezeichnen obwohl er doch nichts gesehen hat.

Die Sache ist klar. Zeugen können nur die sein, die etwas gesehen haben. Nur das Sehen und Miterleben eines Geschehens macht Menschen zu Zeugen. Nun sagt Jesus in Lukas 1 zu seinen Aposteln: "Ihr nun sollt meine Zeugen sein, angefangen von Jerusalem, Samarien und bis an das Ende der Erde."

Nachdem, was wir oben gesagt haben, konnten die damals lebenden Apostel tatsächlich echte Zeugen sein. Sie konnten es, weil sie selbst mit eigenen Augen das Leben Jesu, seine Kreuzigung und Auferstehung, ja sogar seine Himmelfahrt gesehen haben! Dieses Zeugnis der Augenzeugen sollte zunächst nach Jesu eigenen Worten in Jerusalem, dann in Samarien und schließlich bis an das Ende der Erde gelangen. Worum geht es Jesus hier? Eindeutig um das Zeugnis seines Wirkens auf dieser Erde. Wer konnte dieses Wirken Jesu bezeugen? Eindeutig nur die, die das Wirken Jesu mit eigenen Augen gesehen haben. So schreibt der Apostel Johannes später an die Gemeinden in Klein-Asien: "Das da von Anfang war, das wir gehört haben, das wir gesehen haben mit unseren Augen, das wir beschaut haben und unsere Hände betastet haben, vom Wort des Lebens. Und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, welches war bei dem Vater und ist uns erschienen: Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir euch, auf das auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus." (1.Johannesbrief 1, 1-3)

Es ging Jesus also um das Zeugnis seines Erdenwirkens durch Leute, die dieses Wirken bezeugen konnten, weil sie es selbst mit eigenen Augen gesehen hatten. Dieses geschah durch Jesu Apostel zunächst in Jerusalem, dann in Samarien durch ihr mündliches Zeugnis und später durch ihr schriftliches Zeugnis, das sich schließlich bis an das Ende der Erde verbreitete. Die Augenzeugen schrieben auf, was sie mit Jesus erlebt hatten, was sie selbst gesehen und gehört hatten, weil sie wussten, dass nach ihrem Tode keine Augenzeugen mehr da sein werden, die den Anspruch erheben können, wahre Zeugen der Heilsgeschehnisse zu sein. Sie sahen sich also veranlasst ihr Zeugnis schriftlich festzuhalten, damit es für alle Zeiten verbreitet werden kann. Wie die Kirchengeschichte zeigt, wurde ihr Zeugnis vom Wirken Jesu tatsächlich bis an das Ende der Erde verbreitet. Jesu Worte gingen buchstäblich in Erfüllung.

In welchem Sinne können nun die sogenannten Apostel der NAK Zeugen Jesu sein? In überhaupt keinem Sinne! Sie können weder im juristischen Sinn Zeugen Jesu sein, denn sie haben nichts gesehen und miterlebt vom Wirken Jesu auf dieser Erde, noch im biblischen Sinne, denn sie verbreiten Lehren, die unbiblisch und falsch sind. Wer über diese unbiblischen Lehren mehr erfahren möchte, der lese die Artikel auf dieser Website.

Gott segne Sie dabei reich und schenke Ihnen beim Lesen geöffnete Augen und Aufrichtigkeit zu sich selbst.

Die Apostel sind Augenzeuge

Die Augenzeugenschaft der Apostel des Neuen Testaments spielt also eine entscheidende Rolle. Oft wird behauptet, dass es noch weitere Apostel außer den ersten Zwölf gegeben habe. Das ist richtig, z.B. der Apostel Paulus oder Barnabas. Nun wird gesagt, dass diese weiteren Apostel nicht unbedingt den HERRN gesehen haben müssen. Das Neue Testament würde nicht beweisen, dass alle Apostel Augenzeugen JESU seien. Dies ist falsch! Vielleicht hat der HERR durch Paulus wohl wissend im Hinblick auf solche falschen Behauptungen folgenden Satz niederschreiben lassen "Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten noch heute leben, einige aber sind entschlafen. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln. Zuletzt von allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden." (1Ko 15,6-8)

Weiter Bibelstellen, welche die Augenzeugenschaft als Merkmal für einen echten Apostel JESU CHRISTI noch untermauern werden nun folgen. Z.B weist Paulus zur eigenen Identifikation als Apostel Paulus besonders darauf hin, dass er den HERRN gesehen habe

"Bin ich nicht frei? Bin ich nicht Apostel? Habe ich nicht Jesus, unseren Herrn, gesehen? Seid nicht {ihr} mein Werk im Herrn? " (1Kor 9,1)

"...zuletzt aber von allen, gleichsam der unzeitigen Geburt, erschien er auch mir " (1Kor 15,8)

"Es muss nun von den Männern, die mit uns gegangen sind in all der Zeit, in welcher der Herr Jesus bei uns ein- und ausging angefangen von der Taufe des Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns hinweg aufgenommen wurde - von diesen <muß> einer Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden " (Apg 1,21-22)

Als es darum ging die Lücke zu schließen, die Judas im Kreis der zwölf Jünger hinterlassen hatte, berieten die übrigen wer nun in Frage käme. Es musste jemand sein, der den Herrn persönlich kannte und Zeuge seiner Auferstehung war. Übrigens wurde hier durch das Los entschieden und nicht durch Wahl bzw. durch Bestimmung durch einen Menschen, wie es im Gegensatz zur biblischen Praxis in der NAK der Fall ist. Laut Statuten der NAK-International wird der sog. Stammapostel gewählt oder von seinem Vorgänger bestimmt! Die Apostel werden vom Stammapostel in ihr Amt eingesetzt!

Wahre Apostel nur Juden ?

Es gibt einen weiteren Punkt, der leicht übersehen wird. Alle Apostel des Neuen Testaments waren jüdischer Abstammung! Dies ist eine historische Tatsache, aber noch kein Beweis dafür, dass nur Juden bzw. zum Volk Israel gehörende Apostel sein können. Doch der Apostel Paulus verwendet genau diese Tatsache, um sich als Apostel zu legitimieren. Auch die falschen Apostel, die es in der frühen Geschichte der christlichen Gemeinden bereits gab, verwendeten dieses Argument, um sich selbst als wahre Apostel zu rechtfertigen. Warum, wenn es keine Bedeutung hätte? Wir können dies in der Heiligen Schrift in folgendem Text nachlesen:

"Sie (die falschen Apostel) sind Hebräer? Ich auch. Sie sind Israeliten? Ich auch. Sie sind Abrahams Nachkommen? Ich auch" (2. Kor 11,22)

wIn Korinth gab es falsche Apostel, die, um sich als Apostel zu legitimieren, besonders darauf hinwiesen, Juden bzw. Israeliten zu sein. Daraus geht hervor, dass die jüdische Abstammung damals ein besonderes Merkmal eines Apostels war. Paulus verteidigt sich hier und führt dieses Merkmal auch für sich an. In diesem Zusammenhang muss man aber auch dem Vers in Rö. 2,29 Beachtung schenken. Hier geht es allerdings um die Beschneidung und Äußerlichkeiten, die nicht ausreichen, einen Menschen ein Jude sein zu lassen. Es muss vielmehr die innere Einstellung und das Wesen stimmen.

Die Apostel des Neuen Testaments

Eine kleine Zusammenstellung. Sie geht aus folgenden Bibeltexten hervor:

"Und als er seine zwölf Jünger herangerufen hatte, gab er ihnen Vollmacht über unreine Geister, sie auszutreiben und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese: Der erste Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, sein Bruder; und Jakobus, der <Sohn> des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder; Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus; Simon, der Kananäer, und Judas, der Iskariot, der ihn auch überlieferte." (Mt 10,1-4)

  1. Simon Petrus
  2. Andreas
  3. Jakobus
  4. Johannes
  5. Philippus
  6. Bartholomäus
  7. Thoamas
  8. Matthäus
  9. Jakobus
  10. Lebbäus/Thaddäus
  11. Simon der Kananäer
  12. Judas der Iskariot

Zusätzliche Apostel

In der Heiligen Schrift wird uns von weiteren Aposteln berichtet. Zum Beispiel von Matthias (Ap.1,26f), von Barnabas (Apg 14,14) und von Paulus, natürlich hat auch er den HERRN gesehen (Rö 1.1f)! Auch Jakobus , der Bruder des HERRN wird als Apostel bezeichnet (Gal 1,19). Bei Andronikus und Junias ist die Sache leider nicht ganz so klar wie bei den anderen Personen. Der Wortlaut des Bibeltextes lässt sich verschieden lesen. Aus diesem Grund zitieren wir aus einigen unterschiedlichen Übersetzungen:

Röm 16,7:

Revidierte Elberfelder 1985 "Grüßt Andronikus und Junias, meine Verwandten und meine Mitgefangenen, die unter den Aposteln ausgezeichnet 1 sind, die schon vor mir in Christus waren! (1) d.h. unter den Aposteln angesehen"

Luther 1912 "Grüßet den Andronikus und den Junias, meine Gefreundeten und meine Mitgefangenen, welche sind berühmte Apostel und vor mir gewesen in Christo."

Schlachter 1951 "Grüßet Andronicus und Junias, meine Verwandten und Mitgefangenen, welche unter den Aposteln angesehen und vor mir in Christus gewesen sind."

Luther 1984 "Grüßt Andronikus und Junias, meine Stammverwandten und Mitgefangenen, die berühmt sind unter den Aposteln und schon vor mir in Christus gewesen sind. *Der griechische Text erlaubt keine Entscheidung, ob der Name Junias oder (weiblich) Junia lautet. In der alten Kirche und noch bis ins 13. Jahrhundert wurde er als Frauenname verstanden (vgl. das Ehepaar Aquila und Priska in Vers 3)."

Elberfelder 1905 "Grüßet Andronikus und Junias, meine Verwandten und meine Mitgefangenen, welche unter den Aposteln ausgezeichnet {O. bei den Aposteln angesehen} sind, die auch vor mir in Christo waren."

Interlinearübersetzung "Grüßt Andronikus und Junias, meine Stammesgenossen und Mitgefangene, welche sind hervorragend unter den Aposteln, die auch vor mir gewesen sind in Christus!"

Bei Andronikus und Junias ist man bezüglich Röm. 16,7 also unterschiedlicher Auffassung. Erstens sie sind sehr angesehen unter den Apostel, aber selbst keine Apostel oder zweitens, sie sind als Apostel ausgezeichnet und beliebt unter den Aposteln

Die zwölf Apostel des Lammes

"Und die Mauer der Stadt hatte zwölf Grundsteine und auf ihnen zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes" (Offb 21,14)

Einige sind der Auffassung, dass der Herr selbst hier die Zahl der Apostel auf zwölf begrenzt hat. Wir können dem nicht zustimmen, denn die Bibel selbst nennt noch weitere Apostel (Paulus, Barnabas usw.). Wenn hier jedoch die ersten zwölf Apostel bzw. die Apostel JESU CHRISTI gemeint sind (Mt.10.2-3), kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu, denn sie werden hier als Apostel des Lammes bezeichnet. Es gibt also eine Abgrenzung zu anderen Aposteln! Welche Stellung unter den Aposteln haben dann die übrigen Apostel, wenn hier besonders auf die zwölf Apostel des Lammes hingewiesen wird? Die NAK hat weit mehr als dreihundert Apostel! Wie viel Grundsteine hätte dann das himmlische Jerusalem, wären die Apostel der NAK echte Apostel JESU CHRISTI? Einen Grundstein kann man nur einmal legen, bei Beginn des Entstehens eines Bauwerkes! Bleiben wir bei diesem Bild, bedeutet dies, dass in der NAK immer neue Grundsteine hinzu kommen!

Gemeinden sind mit falschen Apostel zufrieden

Bemerkenswerter Weise berichtet uns die Bibel über Menschen, die mit falschen Aposteln in den Gemeinden zu tun haben. Dabei fällt folgendes auf, sie bemerken nicht den Irrtum und leben ganz gut mit diesen falschen Aposteln. Dies beides begegnet uns ebenfalls immer wieder im Gespräch mit Neuapostolischen. Sie sind zufrieden mit ihren Aposteln und wollen nicht, dass sich irgend etwas ändert. Schauen wir uns einmal an, was in der heiligen Schrift dazu steht: "Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das <recht> gut. Denn ich meine, daß ich den <<übergroßen>> Aposteln in nichts nachgestanden habe" (2Kor 11,4-5). "Denn ihr ertragt es, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand <euch> aufzehrt, wenn jemand <euch> einfängt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt." (2Kor 11,20). Der Apostel Paulus nahm hier Stellung zu den falschen Aposteln, die in Korinth ihr Unwesen trieben.

Falsche Apostel auch in Ephesus und Korinth

"Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen." (2Kor 11,13). "Ich kenne deine Werke und deine Mühe und dein Ausharren, und daß du Böse nicht ertragen kannst; und du hast die geprüft, die sich Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lügner befunden" (Offb 2,2). Es scheint so zu sein, dass überall da, wo wahre Apostel sind, bzw. waren, dass es da auch falsche Apostel gibt! Lässt dies aber ohne weiteres den Umkehrschlu zu, dass überall da, wo sich falsche Apostel befinden, auch wahre Apostel zu finden sind?

Einige Mitglieder der NAK räumen ein, dass einige wenige der Apostel der NAK evtl. falsche Apostel sein könnten. So versucht man sich zu erklären, wie es zu extremen Ungerechtigkeiten oder Unmenschlichkeiten und Fehlverhalten kommen kann. Auch Lehren, die nicht mit der NAK-Lehre in übereinstimmung sind, aber von NAK-Aposteln verkündet werden, weisen angeblich auf solche falschen Apostel hin. Solche Apostel bleiben in der Regel aber nicht sehr lange in Amt und Würden. Insbesondere in der Vergangenheit, wenn Apostel aus oben genannten Gründen vorzeitig in den Ruhestand geschickt wurden oder sogar exkommuniziert wurden, bezeichnete man solche Apostel als falsche Apostel! Heißt dies aber, dass es in der NAK auch wahre, echte Apostel JESU CHRISTI gibt? Wir meinen, oben bereits gezeigt zu haben, dass es sich bei den NAK-Aposteln nicht um Apostel JESU CHRISTI handeln kann. Wir können aber noch einen weiterer Maßstab anlegen, um dies noch eindeutiger beurteilen zu können. Wir können deren Lehre ins Licht der Heiligen Schrift stellen und prüfen ob sie lehren, was aus biblischer Sicht zu lehren ist! Oder widerspricht die Lehre der NAK-Apostel sogar der biblischen Lehre? Bitte lesen sie hierzu die weiteren Texte auf dieser Website.

Der Lebensunterhalt der Apostel

Diesen Punkt möchten wir nur kurz erwähnen und nicht intensiver darauf eingehen, weil es uns nicht in erster Linie um menschliche Verfehlungen geht, die überall vorkommen können wo Menschen tätig sind, sondern um die geistlichen Lehren und Einflüsse. Doch an den Früchten können wir einiges ablesen und erkennen. Nicht die natürlichen Früchte - um bei diesem Bild zu bleiben - sind der Beweis für die Falschheit der Lehre. Aber eine falsche Lehre bringt keine guten Früchte hervor. Faule Früchte sind vielmehr ein Symptom. Sie sind nicht die Ursache! Bitte beurteilen sie selbst an Hand der Heiligen Schrift und vergleichen sie die NAK- Apostel mit denen des neuen Testaments. Es ist kein Geheimnis, dass der Stammapostel der NAK jährlich mehrere hunderttausend EUR bekommt und die Apostel ebenfalls einige zehntausend EUR pro Jahr verdienen, während viele tausend Mitglieder der NAK unentgeltlich die Kirchengebäude reinigen, den Blumenschmuck bereitstellen und die Gartenarbeit auf den Kirchengrundstücken erledigen, ganz abgesehen von den vielen Abenden und Wochenenden in denen die gleichen Mitglieder ehrenamtlich als Laienprediger und Diakone tätig sind und sich zeitlich und körperlich für ihre Gemeinschaft aufopfern.

"Oder habe ich eine Sünde begangen, als ich mich selbst erniedrigte, damit ihr erhöht würdet, indem ich euch das Evangelium Gottes umsonst verkündigt habe? Andere Gemeinden habe ich beraubt, indem ich Lohn nahm zum Dienst an euch. Und als ich bei euch war und Mangel litt, fiel ich niemand zur Last - denn meinem Mangel halfen die Brüder ab, die aus Mazedonien kamen - und ich hielt mich in allem <so daß ich> euch nicht zur Last <fiel>, und werde mich <so> halten" (2Kor 11,7-9)

"Ihr wißt aber auch, ihr Philipper, daß im Anfang des Evangeliums, als ich aus Mazedonien wegging, keine Gemeinde mich am gegenseitigen Geben und Empfangen beteiligt hat als nur ihr allein" (Phil 4,15)

"Nicht, daß ich die Gabe suche, sondern ich suche die Frucht, die sich zugunsten eurer Rechnung mehrt" (Phil 4,17)

Paulus verkündigte das Evangelium den Korinthern kostenlos und fiel dort niemandem zur Last. Seine Existenzmittel erhielt er von den Brüdern aus Mazedonien. Weiter erfahren wir, dass Paulus seinen Lebensunterhalt wenigstens zeitweise aus der Tätigkeit als Zeltmacher bestreitet:

"Und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb er bei ihnen und arbeitete mit ihnen; sie waren nämlich von Beruf Zeltmacher." (1Kor 18,3)

JESUS sende seine zwölf Apostel aus und befiehlt ihnen:

"Ihr sollt weder Gold noch Silber noch Kupfer in euren Gürteln haben, auch keine Reisetasche, auch nicht zwei Hemden, keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert." (Matt 10,9-10)

Gibt es heute noch Apostel?

Nach allem, was wir auf dieser Seite über die Frage, ob die Apostel der NAK echte Apostel JESU CHRISTI sein können, ausgeführt haben, könnte der Eindruck entstanden sein, dass es heute keine "Gesandten Gottes"- denn dies bedeutet das griechische Wort "Apostel" = Gesandter - mehr gibt. Dieser Eindruck wäre falsch. Wir wissen sehr wohl, dass die Bibel von anderen Aposteln redet, die nicht zu den ersten Zwölf gehörten und die Gott zu allen Zeiten zur Leitung und Auferbauung seiner Gemeinde zu einem apostolischen Dienst berufen hat.

Wenn wir auf dieser Seite darlegten, dass es heute keine "APOSTEL JESU CHRISTI" mehr gibt, so bezieht sich unsere Behauptung allein auf dieses einmalige Apostelamt, das an unabdingbare Voraussetzungen, wie z.B. die Augenzeugenschaft der Auferstehung Jesu, geknüpft war, und folglich mit dem Tod der Augenzeugen erlosch. Im folgenden werden die unterschiedlichen Gruppen von Aposteln, wie sie uns die Heilige Schrift zeigt, aufgezählt:

  1. Der Apostel des Vaters (Hebräer 3,1): Das ist der HERR JESUS. Der Vater hat immer nur Einen (einen Hirten, Hohenpriester, Weg...).
  2. Apostel JESU CHRISTI : Das sind die Zwölf. Sie bilden die Grundlage für die Gemeinde (Eph. 2,20). Paulus als Apostel gehörte zwar nicht zu den Zwölf, den Aposteln des Lammes (Offb. 21,23), war aber dennoch ein Apostel JESU CHRISTI, weil er die Voraussetzungen für dieses Apostelamt erfüllte, wie wir anhand der Schrift gesehen haben.
  3. Apostel des Heiligen Geistes: Diese sind ausgesandt vom Heiligen Geist (Apg. 13,4). Einer dieser Apostel war Barnabas (Apg. 14,4), ein anderer Silvanus (1.Thes. 2,6).
  4. Apostel der Gemeinde : (2. Kor. 8,23, Phil. 2,25).
  5. Falsche Apostel : welche sagen, sie seien Apostel und sind es nicht (Off 2,2; 2Kor 11,13).

Auf dieser Seite ging es um die Apostel JESU CHRISTI (Gruppe 2). Die NAK beruft sich darauf, dass ihre "Apostel" ausschließlich zu dieser besonderen Gruppe gehören, ja, dass Gott das "Apostelamt JESU CHRISTI" in ihrer Mitte wieder aufgerichtet habe, um das angeblich noch nicht vollendete "Erlösungswerk JESU CHRISTI" zu vollenden. Die NAK kann sie sich dabei nirgends auf Gottes Wort stützen, weil das Erlösungswerk JESU CHRISTI nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift durch Jesu Sühnetod am Kreuz vollendet ist. Seine Auferstehung und Himmelfahrt und die darauf folgende Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten sind die Bestätigung Gottes für dieses vollendete Erlösungswerk. Die Hauptaufgabe der Apostel JESU CHRISTI bestand nun darin, dieses vollendete Heilswerk Jesu, das sie selbst mit ihren Augen gesehen haben, zu bezeugen (1Joh 1,1-4).

Wir müssen sehen, dass Gott die Apostel JESU CHRISTI für diesen ganz speziellen und einmaligen Auftrag gebraucht hat. Ihr Zeugnis über das vollendete Erlösungswerk Jesu musste nach dem Ratschluss Gottes in Wort und Schrift für alle Zeiten festgehalten werden (Kol 1,25). Dieses geschriebene Wort Gottes ist und bleibt die Grundlage und das Fundament vom Zeugnis des vollendeten Erlösungswerkes Jesu Christi für jetzt und in alle Ewigkeit (1Kor 3,10; Eph 2,20). Ein Fundament kann man nur am Anfang eines Bauwerkes legen. Wer wollte kurz vor Vollendung desselben den Grund noch einmal legen? Gott hat dann, nachdem der Dienst der Augenzeugen vollendet war, weitere Apostel berufen, die auf dem bereits gelegten Grund aufbauten (siehe Gruppe 3 u. 4).

Diese Apostel, die ausgesandt sind vom Heiligen Geist, hatten keine andere Botschaft, als die ersten Zwölf. Sie meinten auch nicht, dass sie neue Offenbarungen hätten, die über das geschriebene Wort der zwölf Apostel hinausgingen. Paulus: "... nicht über das hinaus, was geschrieben ist." (1Kor. 4,6). Auch waren sie nicht der Ansicht, dass sie dazu gesandt seien, Gottes "zeitgemäßes Wort" zu verkündigen, weil das Wort der ersten Zwölf nicht mehr "zeitgemäß" sei. Ein solch anmaßender Gedanke wäre ihnen nicht einmal im Traum eingefallen. Nein, das Gegenteil ist der Fall: sie gaben nur das weiter, was sie von den Zwölf gehört und empfangen hatten (Hebräer 2,3), nämlich, dass man durch den Glauben an Jesus Christus gerettet wird. Auch der Apostel Paulus hatte keine andere Botschaft. Als der Kerkermeister zu Philippi die Frage an ihn richtete, was er tun solle, um gerettet zu werden, antwortete Paulus ihm da: Glaube an die Apostel? Nein! Glaube an den HERRN JESUS, so wirst du und dein Haus gerettet werden (Apg16,31). Diese Botschaft war die Botschaft der Zwölf, die diese von Jesus selbst empfangen hatten. Sie hat sich bis heute nicht geändert. Der Apostel Johannes warnt: Jeder, der weitergeht und nicht bleibt in der Lehre des CHRISTUS, hat GOTT nicht; (2Joh 9-10). Gott sandte zu allen Zeiten und in alle Kontinente Männer, die er mit dieser frohmachenden Botschaft des Evangeliums beauftragte, um Menschen zum rettenden Glauben an JESUS zu führen, um Gemeinden zu gründen, zu leiten und zu stärken und aufzuerbauen zu einem geistlichen Tempel im HERRN.

Wenn wir daran denken, dass das griechische Wort "Apostel" dem Wortsinn nach die gleiche Bedeutung hat wie das lateinische Wort "Missionar" - beide Bezeichnungen bedeuten "Gesandter" - so haben wir keine Schwierigkeiten anzunehmen, dass es auch heute noch unter uns von Gott gesandte Männer gibt, die wir im Sinne von Gesandter GOTTES auch als "Apostel" bezeichnen könnten. Diese bezeichnen sich selbst aber meistens mit dem lateinischen Wort "Missionar", weil sie sich mit den Aposteln JESU CHRISTI, die Augenzeugen der Auferstehung JESU, nicht auf eine Stufe stellen wollen und können. Unzweifelhaft gab und gibt es bis heute, durch die gesamte Kirchengeschichte hindurch, Menschen, die vom HERRN für spezielle Aufgaben und Dienste gesandt werden und für den HERRN wirken. Denken wir nur an Männer wie Martin Luther, Hudson Taylor, Watchman Nee, Karl Studd oder C.H. Spurgeon, um nur einige zu nennen. Es hat also in diesem Sinne in Wirklichkeit nie eine apostellose Zeit gegeben. Folglich war die Berufung "neuer Apostel" sowie einer "Neuen apostolischen Kirche" in diesem Sinne überflüssig und im Sinne von Apostel JESU CHRISTI überhaupt nicht möglich.

Fazit: Die NAK hat eine völlig falsche und unbiblische Sicht, nicht nur über das Erlösungswerk Jesu Christi selbst, sondern auch im Besonderen über das Apostelamt. Wir müssen diese verirrte Auffassung auf Grund der Heiligen Schrift als Irrlehre verwerfen. Die "Apostel" der NAK gehören deshalb zu den Aposteln der Gruppe 5, den falschen Aposteln, von denen Gottes Wort sagt, dass sie sagen, sie seien Apostel und sind es nicht (Off 2,2; und 2Kor 11,13).

Anselm Schönfeld, Lutz Jusko

September 2003

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