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Die neuapostolische Taufe
Mit allen Wassern gewaschen?
EinleitungGratis: Die neuapostolische Taufe - Mit allen Wassern gewaschen?

Es gibt wohl kein Thema in der christlichen Theologie, welches zu größeren Spannungen zwischen einzelnen Denominationen und Theologen geführt hat wie das Thema Taufe. Verfolgungen, Diskriminierungen, Abspaltungen und Schismen im Großen sowie Gemeindeteilungen, Ausgrenzungen und Feindschaft im Kleinen sind die Folge unterschiedlichster Auffassungen rund um die Taufe. Auch die Neuapostolische Theologie hat ihre spezielle Taufauffassung. In dieser Schrift soll überprüft werden, ob diese Tauflehre dem Worte Gottes (Bibel) entspricht und welche Besonderheiten die Neuapostolische Taufe aufweist. Die NAK lehrt und praktiziert:

„In der Neuapostolischen Kirche werden entsprechend der Jesu- und Apostellehre drei Sakramente gespendet: die Heilige Wassertaufe, das Heilige Abendmahl und, die heilige Versiegelung...“ (Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben, NAK International, Zürich, Frage 193)


„Die heilige Taufe mit Wasser ist ein Bestandteil der Wiedergeburt und die notwendige Voraussetzung zur Hinnahme des Heiligen Geistes. Sie ist ferner der Bund eines guten Gewissens mit Gott...Mit ihr verbunden ist die Abwaschung der Erbsünde, die durch den Sündenfall Adams und Evas bewirkte Sündhaftigkeit des Menschengeschlechts“
(Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben, NAK International, Zürich, Frage 195)


„...Dadurch, dass durch die Taufe die Erbsünde (oder Ursünde) abgewaschen wird, ist der Zustand der Gottferne aufgehoben und der Sünder wird in ein erstes Näheverhältnis zu Gott geführt...“

(Internet, Stand 28.05.2009: http://www.nak.org/de/news/offizielle-verlautbarungen/article/15692/)

 

Was ist also die Taufe für einen Neuapostolischen:

Wann wird ein Neuapostolischer getauft

Wie wird getauft

Betrachten wir nun die neuapostolischen Auffassungen zur Taufe etwas genauer.

 

Abwaschung der Erbsünde
Wenn in der Taufe die Erbsünde abgewaschen werden soll, setzt dies voraus, dass es eine Erbsünde gibt. Wie wird Erbsünde definiert, was ist das eigentlich? Die Heilige Schrift zeigt uns zwei unterschiedliche Dinge in diesem Zusammenhang sehr deutlich. Erstens ist von der ganz individuellen Sünde die Rede, der Ungehorsam gegen Gott, durch den der Mensch Schuld auf sich lädt. Diese Sünde trennt den Menschen von Gott. Das Zweite ist, verursacht durch den ersten Sündenfall des Adam, der Fall der gesamten Schöpfung. Durch diesen Fall kamen Krankheit sowie der natürliche und geistige Tod in die Schöpfung:

„Die Kreatur ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, daß auch sie selbst, die Kreatur, befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung mitseufzt und mit in Wehen liegt bis jetzt;“ (Röm 8,20-22)

Von da an war und ist im Menschen eine „Grundbosheit“ vorhanden, die ihn nicht nur zur Sünde befähigt, sondern jeden unwillkürlich sündigen lässt:

„Und der HERR roch den befriedigenden Geruch, und der HERR sprach zu seinem Herzen: Ich will fortan die Erde nicht mehr verfluchen um des Menschen willen, wiewohl das Dichten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend an; auch will ich fortan nicht mehr alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe.“
(1Mo 8,21)


„...wie geschrieben steht: «Es ist keiner gerecht, auch nicht einer; es ist keiner verständig, keiner fragt nach Gott; alle sind abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; es ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer!“
(Röm 3,10-12)

Wenn von Erbsünde gesprochen wird, dann ist in der Regel die individuelle Schuld des Adam gemeint, die auf alle Nachkommen, d.h. auf alle Menschen übergeht. So auch in der NAK:

„Nach neuapostolischer Lehre wird somit allein die Sünde als Erbsünde bezeichnet, durch die die vollständige Trennung von Gott zustande kommt. Sie ist nach dem Taufakt nicht mehr vorhanden. Die Geneigtheit zur Sünde (Konkupiszenz) bleibt auch nach der Taufe erhalten und gehört nicht zur Erbsünde.“ (Internet, Stand 28.05.2009: http://www.nak.org/de/news/offizielle-verlautbarungen/article/15692/)

Die Erbsündlehre ist eine von Menschen aus der „Taufe gehobene“ Idee und kommt als für sich stehender Begriff in der Bibel nicht vor. Dies weiß auch die NAK, wenn sie auf ihrer Internet- Präsenz veröffentlicht:

„...Die Lehre von der Erbsünde wurde im Wesentlichen von Augustinus (354-430) formuliert. Für ihn hat die Erbsünde ihren Grund in der Ursünde Adams und Evas. Sie werde gleichsam von den Eltern auf die Kinder physisch vererbt...Der Begriff 'Erbsünde' kommt in der Heiligen Schrift nicht vor...“ (Internetwebsite der NAKI, Artikel über die Erbsündlehre 05.07.2008, http://www.nak.org/nc/de/news/news-display/article/15692/)

Im weiteren stützt sich die Neuapostolische Kirche auf Römer Kapitel 5 Vers 12 und 15-19. Lesen wir die betreffenden Verse doch einmal unvoreingenommen:

„Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben.“ (Röm 5,12)

„Aber nicht verhält sich's mit der Gabe wie mit der Sünde. Denn wenn durch die Sünde des Einen die Vielen gestorben sind, um wieviel mehr ist Gottes Gnade und Gabe den vielen überreich zuteil geworden durch die Gnade des einen Menschen Jesus Christus. Und nicht verhält es sich mit der Gabe wie mit dem, was durch den einen Sünder geschehen ist. Denn das Urteil hat von dem Einen her zur Verdammnis geführt, die Gnade aber hilft aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit. Denn wenn wegen der Sünde des Einen der Tod geherrscht hat durch den Einen, um wieviel mehr werden die, welche die Fülle der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, herrschen im Leben durch den Einen, Jesus Christus. Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt. Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten.“ (Röm 5,15-19)

Gibt es also eine Erbsünde im Sinne einer vererbten Schuld? Schreibt Paulus von dieser vererbten Schuld? Dazu bemerkt Professor Emil Brunner sehr treffend zu Röm 5,12, welches sich ebenso auf die nachfolgenden Verse bezieht:

„Nicht schuldlos werden die Nachfahren (Adams) von dieser Verderbensmacht erfasst, sondern sie kommen alle um, weil sie alle gesündigt haben’. Es kommt Paulus nicht darauf an, eine lehrhafte Darstellung der Erbsünde im Sinne der späteren kirchlichen Lehre zu geben. Gerade das physische Moment der Vererbung ist bei Paulus nicht betont – jenes Element, das seit Augustin aus bibelfremden Gedankenzusammenhängen her in die kirchliche Lehre eindrang und sie beherrschte. Worauf es dem Apostel ankommt, ist ein Doppeltes: 1. Seit Adam liegt über der Menschheit, über der ganzen Geschichte, ein Verhängnis des Todes. … Das Zweite aber ist dies, dass Paulus nicht schon dieses Verhängnis als solches Sünde nennt oder gar von einer Vererbung der Sünde spricht, sondern dass dieses Verhängnis zur Sünde wird dadurch, dass der Mensch tatsächlich, in eigener Entscheidung, gegen Gottes Willen handelt und zum Übertreter des Gesetzes wird. … Ebenso heißt es zwar, dass es von Adam her zur Verurteilung aller kam, aber nicht, dass die späteren für die Sünde Adams bestraft wurden, sondern ausdrücklich: ‚weil sie alle sündigen. ’ Der Hauptbeweis der Augustinischen Lehre, das ‚in welchem (Adam) alle sündigten’, beruhte auf einer offenkundig falschen Übersetzung des griechischen Urtextes. Spätere Vertreter der kirchlichen Lehre, z. B. Calvin, haben zwar diesen Übersetzungsfehler anerkannt und gutgemacht, aber sie erlaubten sich, das ‚weil sie alle sündigten’ zuständlich aufzufassen‚ weil sie alle sündig beschaffen waren’. Sehen wir uns im übrigen Römerbrief und in den anderen Briefen des Apostels um, so finden wir keinen Anhalt für die Lehre Augustins. Paulus führt die Sünde des Menschen nirgends auf eine Erbbelastung von Adam her zurück … Soviel können wir zusammenfassend sagen: Von Adam her ist die Macht der Sünde und des Todes in der Welt, unter der ein jeder steht, indem er selbst sündigt...“ (Emil Brunner: „Der Römerbrief“, Ev. Verlagsanstalt, Berlin, 1950, Seite 35 und 36.)

Paulus kennt keine Erbsünde im Sinne einer vererbten Schuld. Im Gegenteil Paulus teilt unmissverständlich mit, dass der Mensch für seine eigene Sünde und damit für seine eigene Schuld in die Verantwortung genommen wird:


„So wird nun jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft geben“ (Röm 14,12)


Das endgültige Aus für die Lehre von der Erbsünde ist besiegelt, wenn wir in der Heiligen Schrift bei Hesekiel folgendes nachlesen und berücksichtigen:

„Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht geübt und unter seinem Volk getan hat, was nicht taugt, siehe, der soll sterben um seiner Schuld willen. Doch ihr sagt: »Warum soll denn ein Sohn nicht die Schuld seines Vaters tragen?« Weil der Sohn Recht und Gerechtigkeit geübt und alle meine Gesetze gehalten und danach getan hat, soll er am Leben bleiben. Denn nur wer sündigt, der soll sterben. Der Sohn soll nicht tragen die Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Schuld des Sohnes, sondern die Gerechtigkeit des Gerechten soll ihm allein zugute kommen, und die Ungerechtigkeit des Ungerechten soll auf ihm allein liegen." (Hes 18,18-20)

Wir halten fest: Es gibt keine Erbsünde, welche die Schuld des Adam, die Schuld des ersten Sündenfalls auf die Nachkommen überträgt. Es gibt keine Kollektivschuld, welche den Menschen in die Verurteilung bringt. Immer ist es die persönliche Schuld, die Gerechtigkeit fordert. Deshalb ist eine Abwaschung der Erbsünde bzw. Erbschuld weder notwendig noch möglich!


Doch die Lehre von der Erbsünde ist für Kirchen eine sehr praktische Sache. Gibt es eine Erbsünde, müssen Säuglinge getauft werden, damit sie, falls sie sterben, nicht unerlöst in die Ewigkeit gehen. Und so sichert und rekrutiert man sich das eigene „Glaubenspersonal“, ohne freie Entscheidung, ohne Zustimmung der Getauften.

 

Bund eines guten Gewissens mit Gott
Hier liegt die Neuapostolische Kirche richtig. Unter der Voraussetzung, dass die Taufe schriftgemäß (biblisch) durchgeführt wird, ist sie tatsächlich der Schluss des Bundes eines guten Gewissens mit Gott:

„Das ist ein Vorbild der Taufe, die jetzt auch euch rettet. Denn in ihr wird nicht der Schmutz vom Leib abgewaschen, sondern wir bitten Gott um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi,...“ (1Petr 3,21)

Doch was die schriftgemäße Taufe ist, damit dieser Bund des guten Gewissens mit Gott tatsächlich Wirklichkeit wird, werden wir noch klären müssen.

 

Die Taufe als Sakrament
Was sind Sakramente? Die Neuapostolische Kirche beschreibt dies wie folgt:

„Sakramente sind heilige Handlungen, durch die Gott mit dem Menschen einen Bund schließt, der Gott mit seinem von ihm erwählten Volk verbindet. Sie werden von den Gesandten Gottes vollzogen und bilden die unentbehrliche Grundlage, Kinder Gottes zu sein“ (Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben, NAK International, Zürich, Frage 192)

Sakramente werden also bewirkt durch die sakramentale Handlung selbst ("...sind heilige Handlungen, durch die Gott..."). Sie sind magisch wirksame Rituale, die unabhängig von der inneren Einstellung des Empfängers (z.B. Säuglinge) die Gnade Gottes vermitteln sollen. Der Mensch handelt, Gott reagiert ("...Sie werden von den Gesandten Gottes vollzogen...")! Woher kommt diese Lehre vom magischen Wirken bei Durchführung eines Rituals:

„Das Wort Sakrament ist kein biblischer Begriff. Die biblische Taufe außerdem kein Sakrament. Sakramentale Handlungen sind in der Christenheit durch heidnische Einflüsse entstanden. In den Mysterienkulten war das Handeln der Götter an die Formen und Zeremonien des Kultes gebunden. Nach Ansicht ihrer Anhänger handelte der angesprochene Gott fast automatisch, wenn man eine bestimmte Zeremonie vollzog. Dabei kam es nicht so sehr auf die innere Haltung des Gläubigen an, sondern auf die äußere Form. Die Ansicht, die menschliche Aktion bringe die Götter zum Handeln, ohne dass die Einstellung des Menschen gefragt ist, drang auch in das Christentum ein und prägte das Sakramentsverständnis.“ (INTERNATIONALES BIBELSTUDIEN-INSTITUT Ist die Taufe ein Sakrament? - http://www.bibelstudien-institut.de/bibelfragen/detail/bq/glaubensfragen/ist-die-taufe-ein-sakrament/)

Die Heilige Schrift kennt keine heiligen Handlungen, die für sich eine Gnadenwirkung haben. Eine solche Vorstellung stammt aus heidnischen Mysterienreligionen. Deutlich zeigt uns Gottes Wort (Bibel), dass alle Handlungen nur Sinn und Bedeutung haben, wenn der persönliche Glaube und das individuelle Vertrauen zu Gott vorhanden sind:

"Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muß glauben, daß er ist und daß er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt." (Hebr 11,6)

 

Selbst Martin Luther erkannte dies:

„Der Glaube macht die Person allein würdig, das heilsame, göttliche Wasser nützlich zu empfangen...Denn weil solches allhier in den Worten bei und mit dem Wasser vorgetragen und verheißen wird, kann es nicht anders empfangen werden, denn daß wir solches von Herzen glauben. Ohne Glaube ist es nichts nütz...“ (Martin Luther, Der Große Katechismus)

Die Vorstellung, dass sich der souveräne Gott der Bibel das Heft des Handelns durch mystische Handlungen des Menschen aus der Hand nehmen lässt ist sehr befremdlich. Man kann sich kaum vorstellen, dass sich ein allmächtiger Gott zum Handeln zwingen lässt, wenn ein Mensch rituell handelt. Können rituelle Handlungen als Mittler des Heils dienen? Nein, es gibt nur einen Mittler:

„Denn es ist EIN Gott und EIN Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus,...“ (1Tim 2,5)

Es ist die ziehende Liebe des Vaters, welche Menschen erwählt und über die er sich erbarmt und nicht der Wunsch der Eltern, die ihre Säuglinge zur Taufe tragen:

„Denn in ihm (Christus) hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, daß wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten; in seiner Liebe hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens,...“ (Eph 1,4-5)


„Denn er (Gott) spricht zu Mose: »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.« So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.“ (Röm 9,15-16)

Beweist nicht millionenfache Taufpraxis das Gegenteil von dem was Menschen wünschen? In der Evangelischen Kirche hat man erkannt, dass Taufe ohne Glauben nicht möglich ist. Also bittet man bei der Taufe darum, dass der Täufling den Glauben „ just in time“ erhalte. Doch wo sind denn die Millionen und Abermillionen von so getauften Gläubigen? Sollten alle 2,3 Milliarden Menschen, die sich derzeit Christen nennen errettet sein, nur deshalb, weil sie sich als Säugling einem Ritual unterziehen lassen mussten? Tatsächlich sind es nur wenige, die zur Herde Gottes, zu den Herausgerufenen gehören:

"Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben." (Lk 12,32)


"Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind's, die ihn finden!" (Mt 7,14)

Zum Abschluss dieses Abschnittes möchte ich noch Gregor Dalliard, einen ehemaligen Priester der römisch-katholischen Kirche zu Wort kommen lassen. Er berichtet folgende Begebenheit zwar sehr provokant aber treffend:

"Einmal sagte mir ein nicht unbedeutender Priester: ‚Wissen Sie, Herr Vikar, was wir an Sakramenten dem Volk Gottes zu glauben eingeprägt haben, ist nichts anderes als Hokus Pokus. Das Schlimme daran ist, dass dieser Unsinn den Menschen seit dem frühen Mittelalter in Blut und Seele eingeimpft worden ist, als Gottes Machtspruch. Heute müssen wir die Suppe dieser Theologen des 12. Jahrhunderts und des Aquinaten (Thomas von Aquin) schon fromm weiterservieren, ohne mit der Miene zu zucken. Es ist ein abenteuerliches Unternehmen, solche Dummheiten den Menschen von heute theologisch und biblisch glaubhaft zu machen - denn die Leute lesen nun halt mal die Bibel, und wir können das wohl oder übel nicht mehr verhindern.‘ " (Gregor DALLIARD http://www.bible-only.org/german/dalliard/sakrament-taufe/sacrament-taufe.html)

Voraussetzung zum Empfang des Heiligen Geistes / Bestandteil der Wiedergeburt

Was wir mit Sicherheit sagen können ist, dass die Taufe nicht die Voraussetzung zum Empfang des Heiligen Geistes ist. Denn die Schrift bezeugt uns, dass es erst zum Empfang des Heiligen Geistes kam und danach getauft wurde:

„Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten...Kann auch jemand denen das Wasser zur Taufe verwehren, die den heiligen Geist empfangen haben ebenso wie wir? Und er befahl, sie zu taufen in dem Namen Jesu Christi. Da baten sie ihn, noch einige Tage dazubleiben.“ (Apg 10,44-48)

Vielmehr bezeugt die Schrift, dass das Hören des Wortes und das daraus resultierende Gläubigwerden eine Voraussetzung für die Taufe ist:

„Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen. Da wurde auch Simon gläubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er die Zeichen und großen Taten sah, die geschahen, geriet er außer sich vor Staunen.“ (Apg 8,12-13)


„Krispus aber, der Vorsteher der Synagoge, kam zum Glauben an den Herrn mit seinem ganzen Hause, und auch viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen.“ (Apg 18,8)

Weitere Stellen: Apg 2,41; 8,36; 19,5

 

Nicht immer war es so, dass die Neuapostolische Kirche in der Taufe lediglich die Voraussetzung zum Empfang des Heiligen Geistes bzw. lediglich einen Teil der Wiedergeburt gesehen hat. Noch im Jahre 1908 wird nach der Lehre der NAK ein Mensch Teil des Leibes Jesu, indem er getauft wird. Auch ist die Taufe demnach das Bad der Wiedergeburt. Im Glaubensbekenntnis von 1908 heißt es in Artikel 6:

“Ich glaube, daß der Mensch durch die Heilige Taufe das Kaufzeichen des Lammes empfängt und daß sie das Bad der Wiedergeburt ist, wodurch der Mensch als Glied dem Leibe Christi einverleibt wird...” (Glaubensbekenntnis von 1908, zitiert über Friedrich-Wilhelm Haack, Die Neuapostolische Kirche, München, 1996)

Spätestens ab dem Jahr 1971 ist die Taufe nur noch die Voraussetzung zum Empfang des Heiligen Geistes und ein Teil der Wiedergeburt. Jetzt wird mit der Versiegelung der Mensch ein Glied am Leibe Christi! Im Bekenntnis von 1971 heißt es in Artikel 6:

“Ich glaube, daß die heilige Taufe mit Wasser ein Bestandteil der Wiedergeburt ist und der Täufling dadurch die Anwartschaft zur Empfangnahme des Heiligen Geistes erlangt...” (Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben, Frage 299, J.G. Bischoff, Frankfurt a. M., 1971)

Und weiter in Artikel 8:

“Ich glaube, daß die mit Wasser Getauften durch einen Apostel...den Heiligen Geist empfangen müssen, wodurch sie als Glieder dem Leibe Christi eingefügt werden.(ebenda)

Im Jahre 1908 ist die Taufe das Bad der Wiedergeburt, 1971 ist sie nur noch ein Teil der Wiedergeburt. 1908 wird durch die Taufe der Mensch ein Glied am Leibe Christi, 1971 geschieht dies durch die Spendung des Heiligen Geistes (Versiegelung). Könnte Gott im Jahre 1908 noch eine andere Handlung, ein anderes Sakrament am Menschen zur Eingliederung in seine Gemeinde in den Leib Christi erwarten als im Jahre 1971? Kann denn im Jahre 1908 etwas wahre Jesu- und Apostellehre sein, was im Jahre 1971 völlig anders ist bzw. keine Gültigkeit mehr hat? Dies ist nicht möglich!


Auch in jüngster Vergangenheit hat es nachweislich Lehrveränderungen gegeben, die schriftlich öffentlich gemacht wurden. Z.B. die Lehre über die Schlüsselgewalt, Löse- und Bindegewalt oder die Stellung des Stammapostels in Bezug auf das Haupt der Kirche Jesu Christi!


Leider wird an diesem Punkt der neuapostolischen Tauflehre deutlich: „Wie soll ich denen vertrauen, die gestern etwas anderes lehrten als heute, woher soll ich wissen, dass nicht morgen das von heute erneut keine Gültigkeit mehr hat?“ Dass es sich bei der NAK-Lehre um menschliche Weisheit, Philosophie und Lehre handelt ist u.a. bewiesen durch ihre drastische Veränderung, innerhalb weniger Jahrzehnte. Worauf soll aber der Glaube ruhen? Auf menschlicher Weisheit? Nein, auf Gottes ewigem, vollgültigem unveränderlichem Wort, der Heiligen Schrift!

 

Säuglingstaufe
Ist es richtig, bereits Säuglinge und Kleinkinder zu taufen? Hat diese Praxis in der Heiligen Schrift Rückhalt? Wurde auch zu neutestamentlicher Zeit die Taufe an unmündigen vollzogen? Diesen Fragen wollen wir nun nachgehen.

Notwendigkeit
Wie wir bereits weiter oben gesehen haben, gibt es keine Erbsünde im Sinne einer angeborenen Schuld. Gibt es in diesem Sinne keine Erbsünde, kann und braucht man diese nicht „abwaschen“! Was ist aber mit den Kindern, wenn sie sterben, bevor sie das rettende Evangelium angenommen haben? Gehen sie dann verloren? Jesus sagte:

„Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.“ (Lk 18,16)

Jesus sagt: „...denn solchen (den Kindern) gehört das Reich Gottes...“! Den Kindern gehört das Reich Gottes! Sie sind also errettet, sie haben vor GOTT einen ganz besonderen Status. Dies geht auch aus einer Begebenheit im Matthäusevangelium hervor:

„Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ (Mt 18,2-3)

„... Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ ! Dies kann er doch nur sagen, weil den Kindern das Himmelreich bereitet ist, weil sie noch so sind, wie Kinder sind:

„Wer nun sich selbst erniedrigt und wird wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich.“ (Mt 18,4)

Solange Kinder sich ihrer selbst noch nicht selbst bewusst sind und von Erwachsenen noch nicht durch menschliche Ansichten, Lehren und Philosophien verdorben wurden, sind sie dankbar empfangend, kindlich glaubend, vertrauend und demütig. Wer könnte einem Neugeborenen, der ganz von seiner Mutter abhängig ist, irgend eine Schuld zusprechen?


Was hat Jesus mit den Kindern gemacht, hat er sie selbst getauft oder von seinen Jüngern taufen lassen? Nein, er hat sie „nur“ gesegnet:

„Da wurden Kinder zu ihm gebracht, damit er die Hände auf sie legte und betete. Die Jünger aber fuhren sie an. Aber Jesus sprach: Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen; denn solchen gehört das Himmelreich Und er legte die Hände auf sie und zog von dort weiter.“ (Mt 10,13-15)

Voraussetzungen
Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit eine Taufe vollzogen werden kann? Aus vielen Textstellen geht eindeutig hervor, was der Taufe vorausgehen muss:

„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes“ (Mt 28,19)


„... Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“ (Apg 2,38)


„Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig (errettet) werden;“ (Mk 16,16)


„Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen.“ (Apg 8,12)


„So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Christi.“ (Röm 10,17)

Voraussetzung für die Taufe ist der Glaube, Umkehr und Buße! Der Glaube kommt aus der Predigt, die Predigt aus dem Worte Gottes (Bibel)! Dies setzt das Hören und verstehen der Predigt voraus. Dies können Säuglinge und Kleinkinder nicht „leisten“! Kinder bis zu einer gewissen Entwicklungsstufe, können keine verbindliche Glaubensentscheidung treffen. Darum kann eine Taufe an ihnen nicht vollzogen werden. Dass die Predigt, das Hören des Wortes Gottes und der Glaube der Taufe vorausgeht, geht auch aus den so genannten biblischen Haustaufen hervor:

„Und er führte sie heraus und sprach: Liebe Herren, was muß ich tun, daß ich gerettet werde? Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig! Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Hause waren.(Apg 16,30-32)

Weitere Stellen: (Kornelius und sein Haus Apg 10,44; Lydia und ihr Haus Apg 16; Krispus und sein Haus Apg 18)

Haustaufen
Die Annahme, dass bei diesen „Haustaufen“ auch Säuglinge und Kinder getauft wurden ist reine Spekulation und kommt wohl eher aus dem Wunsch, dass es so sein sollte, weil man es selber so macht, denn es ist nicht biblisch zu belegen. Da im Neuen Testament die Kinder- und Säuglingstaufe weder Erwähnung findet noch diskutiert wird, können wir davon ausgehen, dass diese Sache für die Brüder und Schwestern des 1 Jahrhunderts völlig klar war! Im übrigen finden auch die notwendigen theologischen Folgen einer Kinder- und Säuglingstaufe in der Heiligen Schrift keine Erwähnung: Taufpaten, Konfirmation, Firmung, usw.. Dies ist ebenfalls ein Hinweis darauf, dass man Kleinkinder und Säuglinge nicht getauft hat.


Im Sprachgebrauch des Alten und neuen Testaments bedeutet „das Haus“ nur mündige Mitglieder dieses Haushalts. Dies geht aus der Tatsache hervor, dass wenn auch Kinder und Frauen angesprochen werden, diese extra genannt werden:

„Denn dazu habe ich ihn auserkoren, daß er seinen Kindern befehle und seinem Hause nach ihm, daß sie des HERRN Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf daß der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat.“ (1Mos 18,19)

Weitere Stellen: 1Mo 50,7-8; 1Tim 3,12

Darüber hinaus wird das Haus angesprochen, wobei Kinder nicht gemeint sein können:

„Als aber die Tage der Trauer um ihn vorüber waren, redete Joseph mit dem Hause des Pharao und sprach: Habe ich Gnade gefunden in euren Pharaos Ohren und sprechet:...“ (1Mo 50,4)

Weitere Stellen: Apg 10,1; 1Ko 16,15; Apg 16,34

Eine Säuglings- und Kindertaufe ist aus der Heiligen Schrift nicht nachweis- und ableitbar. Offensichtlich sind sich dieser Tatsache auch die modernen Theologen bewusst:

„Dass im NT sich keine Spur von Kindertaufe findet, darf wohl für die wissenschaftliche Exegese als festgestellt gelten; alle Versuche, dieselbe aus den Einsetzungsworten oder aus Stellen, wie 1. Kor. 1,16 zu deduzieren, sind darum als willkürliche Künsteleien auszugeben, ja durch 1. Kor. 7,14 ist jede derartige Folgerung geradezu ausgeschlossen, sonst würde der Apostel die Heiligung der Kinder aus der an ihnen vollzogenen Taufe und nicht mit der Gemeinschaft ihrer gläubigen Eltern begründet haben; nur unter der Voraussetzung, dass die Kindertaufe noch nicht bestand, hat die apostolische Beweisführung einen bindenden Schluss.” (Herzogs Realenzyklopädie, Nachschlagewerk für die protestantische Theologie, 1. Auflage, Zitiert über „Die Biblische Taufe, Roland Odenwald)

 

Trinitarische Formel (rite)
Im Taufbefehl Jesu heißt es: "Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes ..." (Matth. 28,19) Aus diesem Vers hat sich in fast allen Kirchen die Sitte abgeleitet, bei der Taufe die Worte „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes zu sprechen und den Namen des Täuflings auszusprechen bzw. dem Täufling zu zuordnen! Ist das richtig, biblisch, schriftgemäß?

Gemäß JESU sollen wir im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen! Welches ist denn der Name des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes?In Joh. 17.11 betet Jesus (der Sohn) zum Vater: "...Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast..." In deinem Namen den Du mir gegeben hast! Der Name des Sohnes ist also der Name des Vaters! Und wie tauften die Apostel des Neuen Testaments? Ausschließlich im Namen des HERRN JESUS CHRISTUS! Es gibt keine Bibelstelle in der die Apostel mit den Worten "im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" tauften, sondern immer im Namen JESUS CHRISTUS (JESHUA MASCHIACH) ! Bei der Verwendung der Taufformel "Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" wird keine Name genannt, sondern tatsächlich nur ein Teil des Taufbefehls wiederholt. Vater, Sohn und Heiliger Geist sind keine Namen, sondern kennzeichnen die Beziehung, bzw. den Status oder die Eigenschaft einer Person.

 

Besprengung oder Eintauchung
Für eine Gemeinschaft, die von sich behauptet ein Abbild der urchristlichen, biblischen Gemeinde zu sein, sollte es selbstverständlich sein, die Segenshandlungen in biblischer Weise durchzuführen. Wurde zu neutestamentlicher Zeit durch das Benetzen der Stirn oder durch Untertauchen getauft? Dieser Frage wollen wir aus verschiedenen Blickwinkeln auf den Grund gehen.

Etymologie
Das Wort „taufen“ des Neuen Testaments „baptizein“ bedeutet ein- oder untertauchen. In diesem Sinne wird es im Griechisch des Neuen Testaments verwendet. Alle wesentlichen Wörterbücher (z.B. Biblisch- theologisches Wörterbuch von H.D. Cremer, Lexikon Graeco-Latinum von Grimm, Wörterbuch zum NT von Bauer/Aland usw.) übersetzen bzw. beschreiben „baptizein“ im Sinne von eintauchen oder untertauchen.

Archäologie
Es wurden so genannte Baptisterien aus den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt gefunden, aus deren Beschaffenheit man schließen kann, dass eine vollständiges Untertauchen während der Taufe erfolgte. Diese Baptisterien enthalten große Taufbecken mit hinabführenden Stufen. Sehr bekannt ist das Baptisterium des Laterns in Rom. In Fonte zu Ravena existiert eine solche Taufkapelle noch aus dem 5. Jahrhundert mit einem Becken aus Marmor. In Qumran führten die Essener (eine jüdische Sekte) ihre rituellen Waschungen durch Untertauchen (hebräisch Tabal) schon ca. 100 Jahre vor Christi Geburt in entsprechenden Becken durch. Diese Becken kann man noch heute in der Nähe des Toten Meeres besichtigen.

Jüdische Tradition
Nicht erst seit der Bußtaufe des Johannes ist die Eintauchung bekannt. Auch zur Zeit des Alten Testaments wurde im Judentum eine rituelle Waschung und die Proselytentaufe praktiziert. Auch die Essener (siehe oben) kannten eine rituelle Waschung (Lustration) durch Untertauchen. Wo immer von rituellen Bädern in Bezug auf jüdische Verhaltensweisen gesprochen wird (z.B. im Talmud; Justin, der Märtyrer; Epitet usw.) ist ein Untertauchen bzw. Eintauchen gemeint. „Von den Juden in Afrika sagt Tertullian, dass sie täglich baden, weil sie täglich verunreinigt werden ...Die aus dem Judentum hervorgegangenen Sekten, wie die Morgentäufer u. a. haben ebenfalls das Untertauchen bei ihren vielen rituellen Waschungen ausgeübt. “.(Die Biblische Taufe, Roland Odenwald) Die rituelle Waschung durch Untertauchen muss den Juden zur Zeit Jesus bereits bekannt gewesen sein. Sonst ließe sich nicht erklären, warum selbst Pharisäer und Sadduzäer, die schriftkundig (AT) waren, zur Taufe des Johannes strömten:

“...und es wurden von ihm (Johannes) getauft im Jordan, die ihre Sünden bekannten. Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut, wer hat euch unterwiesen, dem zukünftigen Zorn zu entfliehen?“ (Mt 3,6-7)

Die „Kirchenväter“
Offensichtlich kannten die „Kirchenväter“ zunächst nur das Untertauchen als Taufhandlung. Erst später gibt es Hinweise darauf, dass das vollständige Untertauchen durch ein Begießen und Besprengen abgelöst werden sollte. In der Didache (Lehre der Apostel - Frühchristliche Schrift) findet sich eine Erlaubnis des Begießens nur für den Fall, dass eine Eintauchung nicht vollzogen werden kann. Ansonsten soll lebendiges (fließendes) Wasser verwendet werden.

Theologische Wissenschaft
Die wissenschaftliche Theologie ist sich im wesentlichen einig über die Frage wie in der biblischen Gemeinde getauft wurde. Noch bis ins 12. Jahrhundert hinein galt auch in der römisch-katholischen Kirche das Untertauchen als die übliche Taufform. So schreibt beispielsweise Prof. Hagenbach in seiner „Kirchengeschichte der ersten sechs Jahrhunderte“ (4.Aufl., S. 291) : „Dass die Taufe anfänglich im Freien vollzogen wurde, in Flüssen und Teichen, und zwar durch Untertauchen, ist aus der Geschichte des NT bekannt. Später errichtete man große Taufbecken und Taufkapellen (Baptisterien). Indem der zu Taufende mehrere Stufen in den Wasserbehälter hinunterstieg und dann mit dem ganzen Leibe unter das Wasser getaucht wurde, trat das Bild des „Begrabenwerdens in den Tod CHRISTI” und des „Wiederaufstehens aus dem Grabe” mit aller Macht vor die Seele, was bei der späteren Besprengung nur allzu sehr zurücktrat. Die Besprengung wurde anfänglich nur bei Kranken angewendet, die sich auf dem Totenbett noch taufen ließen und bei denen die Taufe durch Untertauchen nicht mehr ausführbar war.”
(Zitiert über „Die Biblische Taufe, Roland Odenwald)

Biblische Hinweise
Man taufte da wo viel Wasser vorhanden war, welches ein vollständiges Untertauchen nahelegt:

„Aber auch Johannes taufte in Enon, nahe bei Salim, weil viel Wasser dort war. Und sie kamen dahin und ließen sich taufen. (Joh 3,23)

Der Täufling und der Täufer steigen ganz ins Wasser:

„Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald aus dem Wasser; und siehe, da tat sich der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube kommen.“ (Mt 3,16)


„Und er hieß den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; denn er zog fröhlich seines Weges.“ (Apg 8,38-39)

Die Bedeutung der Taufe
Nur bei der Unter- bzw. Eintauchung kommt die Bedeutung der Taufe symbolisch zum Ausdruck. Bei einem Benetzen bzw. Besprengen der Stirn findet eine Beschreibung des Geschehens nicht statt. Paulus beschreibt uns die Symbolik im Brief an die Römer im Kapitel 6 Vers 3ff folgender Maßen:

„Oder wisset ihr nicht, daß wir alle, die wir auf Jesus Christus getauft sind, auf seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, auf daß, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Röm 6,3-4)

und im Brief an die Kollosser:

„...indem ihr mit ihm begraben seid in der Taufe, in welchem ihr auch mitauferstanden seid durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.“ (Kol 2,12)

Verzichtet man auf die Symbolik der Ein- oder Untertauchung, verzichtet man auch auf die Verkündigung dessen, was Taufe ist. So möchte ich diesen Abschnitt mit dem Gedanken von Roland Odenwald beschließen, der sehr passend in seiner Schrift „Die biblische Taufe“ zu bedenken gibt: „Bei der Kindertaufe ist durch einige Tropfen Wasser kein Begräbnis vollzogen. Man beerdigt nicht einen Toten, indem man ihm einige Sandkörner auf die Stirn legt. Niemand hat das Recht, die tiefe Bedeutung der Taufe zu verwischen, ebenso wenig wie einer befugt ist, die tiefe Bedeutung des Herrenmahles in der Weise zu zerstören, dass er etwa anstatt roten Weines, der das Blut JESU darstellt, Kaffee oder Milch nehmen darf.“

Die biblische Taufe

Um ein Bild von der biblischen, schriftgemäßen Taufe zu zeichnen, möchte ich meinen eigenen Weg beschreiben, den ich bzgl. der Taufe gegangen bin. Man könnte dies auch als Erkenntnisweg bezeichnen, den mich der HERR hat beschreiten lassen. Im Dunstkreis christlicher Bewegungen herrschen viele unterschiedliche Auffassungen über das, was Taufe sein soll, wo getauft und wie getauft werden sollte:

 

Wie sollte getauft werden:

Wo sollte getauft werden:

Wann sollte getauft werden:

Was bewirkt die Taufe:

Diese Aufzählung ist nicht vollständig und soll nur verdeutlichen welche Verwirrung auf diesem Gebiet herrscht. Wie konnte es zu solch unterschiedlichsten Auffassungen kommen? Weil wir Menschen uns von der Bibel fremden Lehren und Philosophien haben beeinflussen lassen, weil uns die Traditionen wichtiger sind als die klaren Aussagen der Heiligen Schrift, weil wir es uns gemütlich machen und nicht selber prüfen, ob es sich so verhält, wie es uns gepredigt wird. Prüfen hieße ja ggf. Korrektur und Korrektur hieße Veränderung und Veränderungen bringen oft Probleme mit sich. Wer will schon gerne Probleme haben?

 

Was die Taufe für mich zuerst war
Das Abwaschen der Erbsünde war für mich zunächst die richtige Bedeutung und Wirkung der Taufe. Zusätzlich war es die notwendige Voraussetzung zur Empfangnahme des Heiligen Geistes. Als Säugling wurde ich in der Neuapostolischen Kirche durch Benetzen der Stirn mit Wassertropfen getauft. Als Heranwachsender übernahm ich die Tauflehre der Neuapostolischen Kirche:

„Die heilige Taufe mit Wasser ist ein Bestandteil der Wiedergeburt und die notwendige Voraussetzung zur Hinnahme des Heiligen Geistes. Sie ist ferner der Bund eines guten Gewissens mit Gott...Mit ihr verbunden ist die Abwaschung der Erbsünde, die durch den Sündenfall Adams und Evas bewirkte Sündhaftigkeit des Menschengeschlechts“ (Fragen und Antworten über den neuapostolischen Glauben, NAK International, Zürich)

Was die Taufe für mich später war
Nachdem mich der HERR aus der Neuapostolischen Kirche herausgeführt hatte, ich mich bekehren und an JESUS CHRISTUS gläubig werden durfte, las ich die Bibel und entdeckte zunächst folgendes:

Ich erkannte, dass an mir eine gültige biblische Taufe noch nicht vollzogen wurde, da ich als Säugling nicht die Voraussetzungen für eine Taufe erfüllte: Ich hörte und verstand nicht das Wort Gottes, ich kehrte nicht um, denn ich konnte noch nicht bewusst glauben! Des weiteren fehlten die Zeichen, das vollständige Untertauchen des Menschen, es fehlte das Bekenntnis und das biblische Verständnis über das was die Taufe eigentlich ist, sowohl bei mir als auch beim Taufenden.


Deshalb ließ ich mich im Jahre 2000 von einem Pastor einer evangelischen Freikirche in einem Gewässer durch vollständige Untertauchen taufen. So bedeutetet für mich die Taufe im wesentlichen Folgendes:

Was die Taufe für mich nicht war:

Die Vergebung der Sünden und die Empfangnahme des Heiligen Geistes hatte ich zuvor bei meiner Bekehrung zum Zeitpunkt meines Gläubigwerdens erfahren. Diese meine Erfahrung deckt sich auch mit den biblischen Aussagen. Zur Sündenvergebung sagt uns GOTT durch sein Wort:

"Diesem geben alle Propheten Zeugnis, daß jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfängt durch seinen Namen" (Apg 10,43)

"Daher sagte ich euch, daß ihr in euren Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben" (Joh 8,24)

Weitere Stellen: Jak 5,15; Röm 3,25; Apg 8,18; Apg 10,44; Apg 13,38-39; Apg 26,18; Gal 3,2 Gal 3,5; Gal 3,14; Eph 1,13 usw.Und zur Spendung des Heiligen Geistes erfahren wir in der Bibel:

"Das allein will ich von euch lernen: Habt ihr den Geist durch Gesetzeswerke empfangen oder durch die Predigt vom Glauben?" (Gal 3,2)


"...damit der Segen Abrahams zu den Heiden käme in Christus Jesus, auf daß wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war." (Gal 3,14)

Weitere Stellen: Gal 3,5; Eph 1,13 usw.Im Wesentlichen übernahm ich die Tauflehre der meisten evangelikalen Gemeinden (Im deutschen Sprachraum sind dies z.B.: Baptisten, Freie evangelische Gemeinden, Brüderbewegung, Gemeinde Gottes usw.), welche die Glaubenstaufe lehren und praktizieren.

 

Die Zeit danach
In den nächsten Jahren beschäftige ich mich nur hin und wieder mit dem Thema Taufe, weil ich ja getauft war und mich später einer Gemeinde anschloss, die ebenfalls die Glaubenstaufe in „meinem“ Verständnis praktizierte
.

 

Was dann kam
Leider mussten wir uns von unserer Orts-Gemeinde trennen, weil in dieser Gemeinde zunehmend der breite Weg eingeschlagen wurde. Der Ungehorsam dem Worte Gottes gegenüber und die Relativierung biblischer Wahrheiten konnten und wollten wir nicht mehr mittragen. Auf unserer anschließenden Suche nach einer neuen Orts-Gemeinde stießen wir auf eine freie Gemeinde, welche aus dem Einflussbereich eine Gemeindebewegung des 19ten Jahrhunderts stammt, welche weiterreichende Taufauffassungen als der überwiegende Teil der evangelikalen Gemeinden vertritt. So kam das Thema Taufe wieder ganz neu auf die Tagesordnung. Die extremsten Vertreter dieser Richtung behaupten die Taufe bewirke:

Sie stützen sich dabei z.B auf folgende Bibelstellen:

„... Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“ (Apg 2,38)„Und nun, was verziehst du? Stehe auf und laß dich taufen und abwaschen deine Sünden und rufe an den Namen des HERRN!“ (Apg 22,16)


„Da sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des HERRN Jesu. Und da Paulus die Hände auf sie legte, kam der heilige Geist auf sie
(Apg 19,5)

Bei unvoreingenommener Betrachtung muss man zugeben, dass sich doch noch mehr in der Taufe verbergen könnte als nur ein symbolischer Akt und eine Tat des Gehorsams. Doch wie bringt man die Bibelstellen, in denen vom Glauben an den HERRN zur Sündenvergebung die Rede ist, mit denen zusammen in denen die Taufe zur Vergebung der Sünden und sogar zur Spendung des Heiligen Geistes genannt wird?! Ich war wochenlang auf der Suche nach einer Lösung, habe Kommentare zu den entsprechenden Bibelstellen gelesen, mir Vorträge angehört und Gespräche geführt. Ich war zunächst sehr beunruhigt und dann sogar bestürzt darüber, dass GOTT scheinbar sein WORT hat widersprüchlich niederschreiben lassen. Lösungsansätze, wonach ein Teil der Taufen des Neuen Testaments nach Pfingsten, die nicht ins evangelikale Taufbild passten (nämlich die zur Sündenvergebung), zu Bußtaufen des Johannes oder zu so genannte Übergangstaufen erklärt wurden“ (z.B. im Buch von Klaus Hoffmann „Der Streit um die Taufe“) überzeugten mich nicht mehr vollständig.

Biblische Taufe oder Übergabegebet?
Eines Sonntags nachmittags nahm ich in meiner Not „Das Jüdische Neue Testament“ übertragen von David H. Stern in die Hand, um noch mal die Verse aus Apg. 2,37ff zu lesen, auf welche man sich stützt, möchte man beweisen, dass durch die Taufe die Sünden vergeben werden. Durch das, was ich jetzt im „Jüdischen Neuen Testament“ las öffnete mir der HERR die Augen:

„ ...Als sie das hörten, ging es ihnen durchs Herz; und sie sagten zu Kefa (Petrus) und den anderen Gesandten; >> Brüder, was sollen wir tun?<< Kefa antwortete ihnen; >>Wendet euch ab von der Sünde, kehrt um zu Gott, und jeder von Euch werde eingetaucht auf die Vollmacht von Jeschua (Jesus) dem Messias in die Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Ruach Ha Kodesch (Heiligen Geistes) erhalten!...<< “. (Apg 2,37)

Das ist es! Fordert hier Petrus nicht in ähnlicher Weise zur Bekehrung auf wie der Evangelist heutiger Tage bei einer Evangelisation, allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass er nicht zu einem Übergabegebet, sondern zur Taufe ruft?! Zur Erklärung: In evangelikalen Gemeinden ist es üblich seinen Glauben durch ein so genanntes Übergabegebet fest zu machen. In diesem Übergabegebet übergibt der Mensch sein Leben JESU und bittet um die Vergebung seiner Sünden. Dies wird als Akt der Bekehrung und Wiedergeburt verstanden.

Zurück zum Bibeltext Apg. 2,37ff aus dem „jüdischen neuen Testament“. Hier wird eine Bekehrung im biblischem Sinn beschrieben! Im Grunde ist es ganz einfach. Wenn wir das Übergabegebet, welches in der Regel z.B. bei Evangelisationsveranstaltungen praktiziert wird, durch die Taufe ersetzen, dann lösen sich die vermeintlich biblischen Widersprüche in nichts auf. Dann erfährt der Täufling tatsächlich in bzw. während der Taufe die Sündenvergebung und die Spendung des Heiligen Geistes, weil er in diesem Augenblick gläubig wird und sein Leben JESU übergibt. So fällt der Zeitpunkt der Bekehrung mit dem Zeitpunkt der Taufe zusammen und alles das, was wir dem Glauben allein zuschreiben geschieht während der Taufe. Tatsächlich wird überall im Neuen Testament nach Pfingsten immer sofort im Anschluss an das Hören und die Annahme des Wortes GOTTES getauft:

„Da sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des HERRN Jesu.“ (Apg 19,5)


„Krispus aber, der Oberste der Schule, glaubte an den HERRN mit seinem ganzen Hause; und viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen“
(Apg 18,8)


„Die nun sein Wort gern annahmen, ließen sich taufen; und wurden hinzugetan an dem Tage bei dreitausend“
(Apg 2,41)

Weitere Stellen: Apg 8,12; Apg 8,35ff;Apg 9,19; Apg 10,48 Dann brauchen wir auch keine Theologie der Buß- oder Übergangstaufe nach Pfingsten mehr um die Sündenvergebung während der Taufe „zu verhindern“. Wir brauchen auch keine zweite Taufe mit dem Heilgen Geist, weil die Spendung des Heiligen Geistes und die Versiegelung ebenfalls zum Zeitpunkt der einen Taufe geschehen:

„...ein HERR, ein Glaube, eine Taufe...“ (Eph. 4,5)

Doch eins muss noch mal ganz deutliche herausgestellt werden. Nicht die Taufhandlung als solches oder die gesprochene Formel bewirkt Sündenvergebung, Rechtfertigung, Spendung des Heiligen Geistes und damit Errettung, sondern es ist das Gläubigwerden, die Umkehr des Menschen, die Lebensübergabe an den HERRN. Es ist das Blut JESU, welches uns in diesem Augenblick reinigt. Diese Gnadentat des HERRN, die Wiedergeburt, die Entstehung der neuen Kreatur, fällt zeitlich in die Taufhandlung in das Untertauchen. So ist es wahrhaft ein „eingetaucht [werden] auf die Vollmacht von Jeschua dem Messias...“


Nun stellte ich mir die Frage, wo steht in der Bibel eigentlich etwas von einem Übergabegebet in Zusammenhang mit einer Evangelisationspredigt? Mir ist keine Bibelstelle bekannt! Weder bei Petrus zu Pfingsten, noch bei Paulus auf dem Gerichtsplatz in Athen. Immer wird sogleich zur Taufe aufgerufen. So scheint es mir biblischer zu sein, würde man bei Evangelisationen nicht zu einem Übergabegebet, sondern zur sofortigen Taufe im oben beschriebenem Sinn auffordern.


Natürlich geschehen beim Übergabegebet während der Evangelisation auch echte Bekehrungen und damit ist der Mensch auch durch seinen Glauben an den HERRN errettet. Doch entspricht dies nicht der biblischen Anordnung. Auch ein länger andauernder Erkenntnisprozess durch das Lesen der Heiligen Schrift mit anschließender Umkehr und Lebensübergabe, wie es bei mir in einem stillen Gebet der Fall war, führt durch den Glauben an den HERRN in die Errettung. Wäre aber jemand da gewesen, der mir gesagt hätte, du musst durch die Taufe umkehren, wäre dies biblischer gewesen.

Was die Taufe aus biblischer Sicht sein sollte

Die Taufe im biblischem Sinn an Stelle eines Übergabegebetes durchgeführt ist:

Die biblische Taufe ist demnach nicht:

Wann, an wem und wie sollte die biblische Taufe durchgeführt werden:

Einige Worte zum Schluss

Kein Absolutheitsanspruch
Das von mir Beschriebene erhebt keinen absoluten Anspruch. Es kann durchaus sein, dass ich mich an der einen oder anderen Stelle irre. Ich habe dieses Wissen nicht durch eine Vision oder sonstige Offenbarung erhalten, sondern durch das Lesen der Heiligen Schrift. Doch glaube ich, dass der HERR mir durch Einflussnahme auf meinen Geist durch den Heiligen Geist, das in dieser Schrift dargestellte gezeigt hat. Diese Sicht in Bezug auf die Taufe bietet den großen Vorteil, dass sich die vermeintlichen Widersprüche einzelner Textstellen der Heiligen Schrift auflösen. Sie passt zur Gesamtaussage der Heiligen Schrift in Bezug auf den Weg zur Errettung des Menschen.

Ich biete diese Zeilen als Grundlage für weitere Betrachtungen an und würde mich sehr darüber freuen, wenn daraus bei dem Einen oder Anderen ein kritisches Hinterfragen der „althergebrachten“ Tauflehren angestoßen wird.

Ich bitte Dich, prüfe die Lehre, der Du folgst und die Dir verkündet wird an dem geschriebenem Wort Gottes (1Thess 5,21; Apg 17,11). Auch das was ich geschrieben habe übernimm nicht, ohne es an der Bibel zu prüfen. Ergeben sich Widersprüche zwischen der Lehre, die Dir durch Menschen verkündigt wird und der Heiligen Schrift, dann musst Du Dir die Frage beantworten: "Wem vertraue ich mehr, Gott, der sich durch die Heilige Schrift offenbart (2Tim 3,16) oder den Menschen, die irren können?"

Lutz Jusko im Juli 2009