Wir über uns

Anselm

Mein Vater war viele Jahre aktives Mitglied im "Apostelamt Juda"

Durch meine Mitarbeit möchte ich dazu beitragen, dass recht viele Menschen dem lebendigen Jesus Christus begegnen

Im Juli 1947 erblickte ich in Leer, Ostfriesland das Licht der Welt. Während meine holländische Mutter weniger eine Antenne für den Glauben hatte, war mein Vater ein sehr religiöser Mensch. Ihm habe ich es zu verdanken, dass ich schon ziemlich früh mit dem Evangelium konfrontiert wurde. Das Hören der Bachschen Matthäuspassion war nämlich in unserem Hause jährlich zum Karfreitag eine gut gepflegte Tradition.

Vor dem zweiten Weltkrieg war mein Vater viele Jahre aktives Mitglied im "Apostelamt Juda", eine Abspaltung der Neuapostolischen Kirche, heute noch wirksam im Berliner Raum. Nach dem Kriege trat mein Vater in die Evangelische Kirche ein, und so wurde ich durch die dort übliche Kindertaufe "Christ". Ich habe das Wort "Christ" absichtlich in Anführungszeichen gesetzt, weil ich heute aus der Bibel weiß, dass durch eine Taufe, die an einem unwissendlich vollzogen wird, niemand ein Christ werden kann. Christ wird man allein durch den Glauben an Christus, worauf dann allerdings die Taufe folgt.

Ich holte also meine schon verstaubte Bibel wieder hervor und verglich die Aussagen der neutestamentlichen Apostel mit der Lehre der NAK

Durch meinen Vater, der mich ab und zu in den Gottesdienst mitnahm, lernte ich die Evangelische Landeskirche näher kennen. Ich wurde, wie die meisten Jungen, in den Konfirmandenunterricht geschickt, um schließlich "konfirmiert" zu werden. Für mich war die Konfirmation eher ein Abschied von der Kirche, als der Beginn einer neuen Beziehung zu ihr. Das lag vermutlich daran, dass mir der Konfirmandenunterricht sehr langweilig erschien. Jungen mögen in diesem Alter halt keine alten Lieder bündelweise auswendig lernen. So vergingen die nächsten Jahre meines Lebens so, dass das Wort "Gott" kaum noch darin vorkam.

Erst nach meiner beruflichen Ausbildung wurde ich wieder mit "Gott" konfrontiert. Diesmal durch einen Kollegen, der Mitglied der Neuapostolischen Kirche war. Er lud mich freundlichst zu den Gottesdiensten seiner Glaubensgemeinschaft ein. Während dieser Zeit lernte ich ein nettes neuapostolisches Mädchen kennen, in das ich mich Hals über Kopf verliebte. Sie nahm mich mit zu ihren Eltern, die sich rührend um meinen "Glaubensnotstand" kümmerten. Durch diese ersten Begegnungen mit Menschen aus der Neuapostolischen Kiche wurde ich herausgefordert mich zum ersten Mal in meinem Leben selbst ernsthaft mit der Bibel zu befassen, und mich besonders mit der Glaubenslehre der Neuapostolischen Kirche intensiver auseinander zu setzen, die ich ja bereits durch meinen Vater kannte.

Ich holte also meine schon verstaubte Bibel wieder hervor und verglich die Aussagen der neutestamentlichen Apostel mit der Lehre der NAK. Dabei ging ich immer mit einer Frage an diese Lehre heran: Wo steht das in der Bibel? Je mehr ich nun im Neuen Testament las, desto skeptischer wurde ich den neuapostolischen Lehrauffassungen gegenüber. Schließlich wurde mir durch das intensive Studium der Heiligen Schrift immer deutlicher, dass sich die Lehren der NAK so wenigstens nicht in der Bibel fanden, wie es die Lehrschriften dieser Kirche behaupteten. Diese Lehren waren viel eher willkürliche Konstruktionen neuapostolischer Wünsche, die man in die Schrift hineinprojeziert hat. Ich nahm Abstand von dieser Kirche und ihren Schriften, denn eine bis dahin mir unbekannte Angst überfiel mich. War es die Angst, in etwas hinein zu rutschen, von dem ich spürte, dass es nicht gut für mich war? Angst, so sagt man, ist ein schlechter Ratgeber. Aber Angst kann auch eine Schutzfunktion sein. Wer von uns hätte z.B. keine Angst, eine Starkstromleitung anzufassen? Heute sehe ich, dass diese Angst eine Gnade Gottes war, denn sie sollte mich vor einer unbiblischen Glaubenslehre bewahren.

Einige Jahre später lernte ich durch die Begegnung mit echten Christen Jesus Christus selbst durch sein lebendiges Wort kennen und übergab ihm die Führung in meinem Leben. Jesus schenkte mir die tiefe Gewißheit, dass ich durch IHN Vergebung meiner Sünden habe und das Ewige Leben, das ER mir durch seinen Opfertod am Kreuz erworben hat. Der Glaube an den heute lebenden Jesus, den ich als größtes Geschenk meines Lebens empfinde, wirkte in mir eine große Freude, ganz im Gegensatz zur damals empfundenen Angst. Heute weiß ich, dass die Gewißheit der ewigen Errettung allein durch den Glauben an den auferstandenen Jesus erfahrbar ist und nicht durch Menschen, die sich selbst als von Gott erwählte Heilsbringer ausgeben.

Von dieser suchenden Liebe, die Jesus Christus auch heute noch zu allen Menschen hat, möchte ich auf dieser Website weitererzählen und durch meine Beiträge dazu mithelfen, dass recht viele Menschen dem lebendigen Jesus Christus begegnen.

Anselm Schönfeld

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