Zeugnisse

Thomas K.

Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

"Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es schneidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens." (Hebräer 4,12)

Der Herr segne euch dafür, dass ihr bereit seid euch kritisch mit der NAK auseinander zusetzen. Ich bin dankbar dafür, dass es diese Seiten gibt und mein Beitrag soll auch dazu beitragen, jenen die noch hadern, die Augen zu öffnen!

Ich war nicht lange in der NAK, vom 11.11.01 bis 23.01.03, aber diese kurze Zeit hat ausgereicht die Irrlehren der NAK und ihren Personenkult zu durchschauen! Das konnte ich nur mit der Kraft und dem Willen unseres Herrn Jesus Christus schaffen!

Meine Geschichte beginnt damit, dass ich auf meiner Arbeit ein Mädchen kennen lernte, in die ich mich sofort verliebte. Ich setzte alles daran sie kennen zu lernen und es gelang mir auch. Einige meiner Kollegen sagten noch zu mir: „Die ist bei den Zeugen Jehovas! Da musst du streng immer in die Kirche gehen! „Von Gerüchten halte ich nicht viel und wenn das stimmte, dann wollte ich es aus ihrem Munde hören. Ich lernte dieses Mädel also kennen und lieben und sie erzählte mir auch am ersten Abend, das sie neuapostolisch sei. Ich hatte damals keine Ahnung von dieser Kirche. Ich glaubte zwar an Gott, hatte aber dadurch, dass ich in der DDR aufwuchs und mein Elternhaus „parteigeprägt“ war, meinen Glaubensweg noch nicht gefunden. Ich wurde auch von ihr eingeladen einen Gottesdienst zu besuchen. Natürlich ging ich hin und mit der rosaroten Brille der Verliebtheit fand ich das alles toll. Alle waren so nett und freundlich zu mir, auch im Elternhaus (natürlich auch neuapostolisch) wurde ich freundlich und willkommen aufgenommen. Diese Tatsachen und die Gewandtheit des „Hirten“ und des zuständigen Priesters brachten mich dazu, dieser Kirche beizutreten. Ich glaubte doch tatsächlich, meinen Glaubensweg gefunden zu haben, was für einen Menschen wie mich, der kaum in der Glaubensgeschichte und der Bibel bewandert war, logisch erschien.

Heute glaube ich, dass mich Gott diesen Weg beschreiten lies um dadurch den einzigen und richtigen Weg zu ihm zu erkennen. Ich erinnere mich noch an die Worte meiner Freundin am Tag meiner Taufe: „Hey, jetzt bist du ein Christ!“ Heute weis ich, dass ich das schon lange war, an dem Tag in meiner Kindheit, als ich unseren Herrn in mein Herz aufnahm!

Ziemlich schnell erfolgte aber die Ernüchterung als ich erkannte, dass diese Menschen in einer anderen Welt leben, einer Welt wie ich sie mir nie vorgestellt hatte. Diese Welt ist geprägt von Hierarchie, Unselbständigkeit der einfachen Mitglieder und der Angst in Erwartung des Herrn, dass er sie nicht finden würde. Sehr spät erfuhr ich, dass die Mitglieder der NAK früher nicht ins Kino u.a. Veranstaltungen gehen sollten, mit der Begründung, dass sie der Herr dort nicht finden würde, wenn er kommt. Erst mit einer gewissen Öffnung der Kirche zum einfachen Volk wurde das gelockert. Die Hörigkeit gegenüber den obersten der Gemeinden, Bezirken und dem Stammapostel ist für mich heute erschreckend. Sie haben es geschafft, dass viele ihrer „Schäfchen“ in voller Abhängigkeit von ihnen leben. Erschreckend ist jedoch die Verehrung des s.g. Stammapostels. (Dank moderner Technik werden seine Gottesdienste per Satellit in die Gemeinden übertragen) Jeder, der so einen Gottesdienst erlebt hat, wir mir recht geben, dass diese Verehrung schon den Charakter hat, dass dieser über unseren Herr gehoben und gestellt wird.
Ich danke Gott dafür, dass er mich nicht allein ließ und mir auch den Ausweg zeigte. Ich wurde krank, litt an Ängsten und fühlte mich in den Gottesdiensten nicht mehr wohl. Die Liebe zu meiner Freundin erkaltete und bald kam die Trennung. Ich wechselte in eine andere Gemeinde und wurde dort zwar begrüßt aber auch allein gelassen. Eine feste Verabredung zu einem Treffen mit meinem „Priester“ bei mir zu Hause wurde, ohne mich zu informieren, nicht wahrgenommen und man glänzte durch Fernbleiben. So wurde ich zum passiven Mitglied.

Eines Tages erhielt ich einen Katalog eines schweizerischen christlichen Buchverlages. Dort bestellte ich mir das Buch „Auf festen Grund gebaut. In 50 Lektionen durch die Bibel“ von Trevor McIlwain. Was ich dort las, öffnete mir endgültig die Augen über die Irrlehren der NAK mit ihren falschen Aposteln, die etwas vollenden wollen, was schon längst vollendet ist.

Mit Hilfe Gottes bin ich erwacht und für mich stand fest, dass ich diesen falschen Weg nicht mehr gehen wollte. Am 23.01.03 erklärte ich beim Amtsgericht meinen Austritt aus der NAK und fühlte mich wieder frei und erlöst. Es folgte eine lange Zeit ohne Glaubensgemeinschaft. Ich prüfte in dieser Zeit sowohl die Katholische als auch die der Evangelischen Kirche. Bei einem Gespräch mit dem Pfarrer einer Evangelischen Gemeinde in meiner Wohnnähe fand ich meinen Weg wieder. Besonders imponierend fand ich die Offenheit des Priesters gegenüber Kritischem und, dass auch in der Evangelischen Kirche nicht alles so ist, wie es sein sollte. Gerade diese Offenheit und Vertrautheit bestätigten und bestärkten meinen Entschluss dieser Kirche beizutreten. Am Tag meiner Aufnahme und Segnung durch den Priester in dieser Gemeinde durchströmte mich ein Gefühl der Glückseligkeit. Ich wurde sehr schnell wieder gesund, fand mein Selbstvertrauen zurück und arbeite an meiner beruflichen Karriere und meinem zweiten Hobby, der Schriftstellerei.

Wir können keinen zwingen, sich mit der NAK kritisch auseinander zusetzen, vor allem wenn der andere dies von sich aus nicht will. Beharrlichkeit zeigt die NAK auch in ihrem Schweigen zu all den Vorwürfen und Kritiken, die sich gegen sie richten. Im Gästebuch von Horts Hartmann finden sich dann auch nur Beschimpfungen und Beleidigungen, aber keine Widerlegungen der Aussagen von Horst, dessen Buch auch die letzten wachrütteln sollte.

Ich frage mich oft: „Warum dieses Schweigen?“ Und komme langsam zu der Erkenntnis, dass die NAK schweigt, weil sie nichts von der Kritik und den Vorwürfen widerlegen kann!

Macht euch frei von diesem Irrweg! Geht den richten Weg zu Gott! Man muss nicht Theologie studieren um die Botschaft des Evangeliums zu verstehen und, dass die Bibel das Wort Gottes war, ist und bleibt. Geht diesen falschen Weg nicht mehr, folgt Jesus Christus, denn: Nur durch ihn kommen wir zum Vater. Er hat das Erlösungswerk vollbracht für uns alle!

Der Herr möge ihrer Seele gnädig sein und sie auf dem rechten Weg führen!

Armen

Thomas K. im Dezember 2003

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