Einleitung

Warum ich noch an Gott glaube
Glaube ist mehr als das Auffüllen von Wissenslücken

Viele Mitglieder der NAK verlassen ihre Kirche und wenden sich dem Atheismus zu. Auch ich habe diese Kirche verlassen, warum ich noch an Gott glaube, ist Thema diese Artikels. Mir sind sehr viele NAK-Aussteiger bekannt, die ihren Glauben an Gott verloren haben. Warum ist das so? Das ist eine schwierige Frage, die wahrscheinlich abschließend nicht zu beantworten ist. Ein Grund könnte sein, dass ein Mensch, der sich vielleicht 20, 30 oder 40 Jahre lang für eine Kirche aufgeopfert hat, der sich nun eingestehen muss für eine Unwahrheit gelebt zu haben, Schwierigkeiten hat, die richtige Balance zu halten.

Man schüttet so gerne „das Kind mit dem Bade aus“ wie es so schön heißt. D. h. wenn die Neuapostolische Kirche nicht Gottes Werk ist, dann wollen wir doch mal sehen, ob es überhaupt einen Gott gibt. Leider ist das Angebot atheistischer Verführung heutzutage sehr groß. Da ist das Angebot der Evolutionstheorie, die glaubt keinen Gott zu benötigen. Da sind es die sog. Theologen der etablierten Kirchen, die mit ihrer liberalen Theologie und ihrer historisch-kritischen Methodik versuchen, den Glauben zu „entmythologisieren“. Und nicht zuletzt sind es einige Naturwissenschaftler, die behaupten, Gott sei zur Erklärung der Welt nicht notwendig.

Keine Naturwissenschaftliche Frage

Die Naturwissenschaft findet keine Erklärung für das Sein der Welt. Letztlich ist die Entstehung der Welt keine naturwissenschaftliche, sondern eine geisteswissenschaftliche Frage. Nur Logik und Philosophie können hier weiterhelfen, nicht Physik und Chemie, weil diese selbst Teil der Frage und nicht Teil der Antwort sind.

Der Atheismus fordert mehr Glauben, als der Glaube an einen Schöpfer. Es gibt aus dem Atheismus heraus keine Antwort auf die Frage nach der Ursache für das Sein der Welt. Auch gibt es keine Antwort auf die Frage nach dem Woher von Materie und Energie. Es gibt keine Antwort auf die Frage nach dem Woher der Information (Gene). Nicht zuletzt gibt es keine Antwort auf die Frage nach dem Woher von Moral und Ethik. Das Schöpfer-Modell gibt auf alle diese Fragen plausible Antworten! Logik und die Erfahrung widersprechen dem Atheismus: von einem Nichts kommt nichts! Aus sich selbst heraus entsteht nichts Neues.

Evolutionstheorie widerspricht der Naturwissenschaft

Unsere Beobachtungen und Erfahrungen in der Natur und die Naturgesetze selbst widersprechen der Evolutionstheorie. Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik widerspricht direkt der Evolutionslehre. Lange Zeiträume, die von der Evolutionslehre gefordert werden, vergrößern nur die Unwahrscheinlichkeit der Organisation von Materie! Die mathematische Wahrscheinlichkeit zur zufälligen Entstehung auch nur einer einzigen lebensfähigen Zelle geht gegen null! Die mathematische Wahrscheinlichkeit, für ein zufällig so fein abgestimmtes Sonnensystem, in dem auf unserer Erde Leben möglich ist, gehen gegen null. Schönheit, Kunst, Kultur, Gewissen, Geist, Moral und Ethik lassen sich evolutionsbiologisch nicht erklären, sondern wären der Evolution eher hinderlich.

Einzigartigkeit der Heiligen Schrift

Die biblische Offenbarung Gottes ist in besonderer Weise einzigartig. Zahlreiche Prophezeiungen der Bibel haben sich bereits erfüllt oder befinden sich in Erfüllung. Die mathematische Wahrscheinlichkeit der Zufälligkeit dieses Sachverhalts geht gegen null. Ein jeder kann schnell Nachprüfen, ob diese Behauptung stimmt!
In der Bibel sind Sachverhalte beschrieben, welche die Schreiber selbst, zur Zeit der Niederschrift, nicht wissen konnten. Diese sind erst heute mit moderner Naturwissenschaft entdeckt und erklärt worden. Kein Gedankensystem ist so in sich schlüssig und logisch wie das der Heiligen Schrift. Kein anderes Gedankensystem bringt so gute und schöne „Früchte“ wie das der Heiligen Schrift. Menschen, die sich wahrhaftig nach der Bibel ausrichten, erfahren die positive Auswirkung auf ihr Leben und für ihr Umfeld.

Glaube ist mehr als das Ausfüllen von Wissenslücken!

Zugegebenermaßen habe ich hier das Thema nur kurz angerissen und einige Behauptungen in den Raum geworfen. Tatsächlich bin ich ein sehr rational denkender Mensch. Mein Glaube beruht hauptsächlich auf Vernunft. Glaube ist mehr als das Ausfüllen von Wissenslücken! Der Glaube an einen Schöpfer ist für mich das für wahr halten, dass ein Gott existiert, es ist eine Gewissheit! Dies hat mich auch durch schwere Tage getragen, in denen ich an Gott gerne gezweifelt hätte. Gleichzeitig erfahre ich Gott auch auf einer emotionalen Ebene. Ich spüre die Führung Gottes in meinem Leben und durch die Hinwendung zu ihm Ruhe und Frieden, sowie Zuversicht und Hoffnung für die Zukunft.

Weiterführende Links:

Peter Zöller: Glaube und Wissenschaft

John Lennox: Der neue Atheismus

© Lutz Jusko


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